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Beim Wrestling gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, Matches anzusetzen. Dies betrifft die Art und Anzahl der Teilnehmer, die Art und Weise, das Match zu beenden sowie an den dessen Ausgang geknüpfte Bedingungen.
Matches und deren Vorbereitung, das ausgearbeitete Fehdenprogramm, werden nach einer Storyline geführt, in der schon die Sieger und die Verlierer feststehen.

Ein Wrestling-Match kann heute durchaus aus mehreren der folgenden Matcharten kombiniert sein.

Grundregeln Bearbeiten

Es gibt im Wrestling je nach Matchansetzung verschiedene Wege zu gewinnen. In diesem Abschnitt werden lediglich die allgemeinen Grundregeln im Wrestling beschrieben. Die Matcharten und Bedingungen können beliebig kombiniert werden und müssen nicht für alle Teilnehmer gelten, wodurch viele Variationen dieser Grundarten entstehen können.


Pinfall Bearbeiten

Schulterung des Gegners für drei Sekunden.

Aufgabe Bearbeiten

Der unterlegene Wrestler klopft dreimal auf den Boden und signalisiert damit seine Niederlage.

I Quit Bearbeiten

Sonderform der Aufgabe.

Count out Bearbeiten

Beim Verlassen des Ringes während eines Matches wird ein Wrestler vom Referee angezählt. Ist dieser bis zehn nicht im Ring zurück, gilt er als ausgezählt.

Disqualifikation Bearbeiten

Ein Wrestler greift während eines Match zu regelwidrigen Methoden. Darauf hin wird dieses Match abgebrochen und der betreffende Wrestler zum Verlierer erklärt.

No Contest Bearbeiten

Das Match endet ohne Wertung:

  • wenn beide Teilnehmer durch ein Eingreifen von anderen Wrestlern abgelenkt werden, so dass kein Disqualifikations-Sieg für eine Partei ausgerufen werden kann,
  • wenn beide Parteien unfähig sind, das Match weiterzuführen oder
  • wenn das Match durch äußere Umstände abgebrochen werden muss.

Zum selben Ergebnis führt das Erreichen eines eventuell festgelegten Zeitlimits, wobei hier meistens eher von einem Unentschieden (engl. Time Limit Draw) als von einem No Contest gesprochen wird.

Titel Bearbeiten

Matches, bei denen es um einen der zahlreichen Wrestlingtitel geht, stellen eine Besonderheit dar. Hierbei wird um eine Auszeichnung in Form eines Titel-Gürtels gerungen. Ein Titel kann durch jede Matchart errungen werden. Bei Disqualifikation oder Auszählen kann der Titel jedoch in der Regel nicht wechseln, was dem Titelträger die Möglichkeit bietet, das Match absichtlich zu verlieren, den Gürtel aber zu behalten. (siehe hierzu auch: Storyline)

Ausscheidung Bearbeiten

Es gibt mehrere Variationen dieser Matchart. Bei Einzel-Ausscheidungs-Matches stehen mehrere Wrestler im oder am Ring. Jeder Wrestler kann nun durch Pinfall, Aufgabe oder Wurf über das Seil eliminiert werden und muss den Ring verlassen. Gewinner ist derjenige, der als letzter noch im Ring steht.

Bei Team-Ausscheidungsmatches können sich die Wrestler eines Teams gegenseitig auswechseln. Einzelne Wrestler werden im Laufe des Matches eliminiert, wobei der eliminierte Wrestler das Match verlassen muss und durch einen anderen Wrestler seines Teams ersetzt wird. Das Team, das alle Wrestler des gegnerischen Teams eliminiert hat, ist siegreich.

Gauntlet Bearbeiten

Ein Gauntlet-Match ist eine Aneinanderreihung von Matches. Zwei Wrestler stehen sich gegenüber. Nachdem ein Gegner je nach Ansetzung (Pinfall, Aufgabe, Disqualifikation) besiegt wurde, wird er solange durch einen anderen Wrestler ersetzt, bis kein weiterer übrig ist. Der letzte verbleibende Wrestler wird zum Sieger erklärt.

Numerische Ansetzungen Bearbeiten

Singles Bearbeiten

Bei einem Einzelmatch (engl. singles match) treten zwei Wrestler gegeneinander an. Das Match kann durch Pin, Aufgabe, Disqualifikation oder Auszählen entschieden werden. Es handelt sich hierbei um die traditionelle Form des Wrestlings, wobei in der Anfangszeit des Sports meistens die 2 out of 3 Falls-Regel angewandt wurde, welche besagt, dass der erste Kontrahent, der zwei Siege durch Pin, Aufgabe etc. erringt zum Sieger des Matches erklärt wird. Dies ist heute eine eher seltene und meistens als spezielle Besonderheit angepriesene Erweiterung. Heutzutage wird diese Match-Art auch gerne als English Rules Match bezeichnet.

Handicap Bearbeiten

Mit dem Begriff des Handicap-Matches bezeichnet man eine Variante des Wrestlings, in der eine Seite eine numerische Überlegenheit gegenüber dem Gegner/den Gegnern hat. Am verbreitetsten ist es in der Variante 2 gegen 1, wobei alle erdenklichen Konstellationen möglich sind. Häufig steht in Handicap Matches ein großer, kräftiger Wrestler mehreren Jobbern gegenüber, um seine Überlegenheit zu demonstrieren.

Multi Way Bearbeiten

An Matches dieser Art nehmen normalerweise drei bis sechs Wrestler teil, wobei es keine vorgesehenen Allianzen gibt und somit jeder gegen jeden antritt. Am bekanntesten sind die Varianten Triple Threat Match (mit drei Teilnehmern) und Fatal Four Way Match (mit vier Teilnehmern). Wenn mehr als 4 Wrestler teilnehmen, werden diese Matches auch als One Fall to a Finish Match bezeichnet.
Optional tritt in solchen Veranstaltungen eine Ausscheidungsregel in Kraft, sodass nicht der Wrestler das Match gewinnt, der als erster einen Pinfall erzielt, sondern derjenige, der als letztes übrig bleibt, nachdem die besiegten Teilnehmer nacheinander aus dem Match ausscheiden. Für solche Elimination Matches gibt es Bezeichnungen wie Three Way Dance und Four Way Dance, wobei diese je nach Liga auch schlicht als Synonym für die obigen Bezeichnungen verwendet werden können und nicht zwingend etwas über eine eventuelle Ausscheidungsregel aussagen.

Battle Royal / Top Rope Battle Royal Bearbeiten

Eine Match-Art mit einer unbeschränkten Zahl an Kontrahenten (Üblicherweise spricht man ab einer Teilnehmerzahl von sechs Teilnehmern von einer Battle Royal, sofern keine spezielle Gimmick-Bezeichnung verwendet wird.), der üblicherweise mit einer Ausscheidungsregel versehen ist. Beim Battle Royal kann das Ausscheiden der Gegner ausschließlich dadurch erfolgen, dass ein Wrestler über das oberste Seil nach draußen befördert wird und mit beiden Beinen den Boden berührt. Eine weitere Besonderheit dieses Matches kann sein, das nicht alle von Beginn an diesem teilnehmen, sondern im Abstand von einer festgelegten Zeit nach Losentscheid in das Match eintreten. Die WWE veranstaltet jährlich zum Royal Rumble ein solches Match mit 30 Teilnehmern. Sie bezeichnet es jedoch als Royal Rumble Match.
Bei den Independent-Ligen wie der IWA Deep-South findet die Battle Royal unter den Regeln eines Hardcore-Matches statt und wird dem entsprechend auch als Hardcore Rumble bezeichnet.

Tag-Team Bearbeiten

Bei dieser Match-Variante stehen sich zwei Teams aus jeweils zwei Wrestlern gegenüber, wobei nur ein Partner aktiv am Match teilnimmt.

Matches mit mehr als vier Teilnehmern Bearbeiten

Es gibt auch Tag-Team-Matches, in denen sich zwei Teams mit bis zu sechs Wrestlern in jedem Team (beispielsweise bei der Survivor Series) befinden und Handicap Tag Team Matches, bei denen sich ungleich große Teams gegenüberstehen. Bei dieser Match-Art gibt es des Öfteren eine Ausscheidungsregel, nach welcher das Match nach Ausscheiden eines Wrestlers, mit den restlichen Teilnehmern fortgeführt wird, bis ein Team komplett ausgeschieden ist.

Multi Way Tag Bearbeiten

Dies ist eine Variante des Multi Way Matches, bei der stets nur zwei Wrestler gleichzeitig am Match teilnehmen, während die anderen Teilnehmer außerhalb des Rings stehen und wie in einem Tag-Team-Match eingewechselt werden können. Dabei kann jeder Kontrahent mit jedem inaktiven Teilnehmer wechseln. Eine Ausscheidungsregel ist hierbei eher unüblich.

Trios Bearbeiten

Das auch als Relevos Australianos (span. Australischer Wechsel) bezeichnete Trios ist im mexikanischen Wrestling (und dort insbesondere in den beiden großen Ligen AAA und CMLL) die verbreitetste Form des Team-Matches. Es stehen sich Teams aus je drei Wrestlern gegenüber, wobei jeweils ein Mann als Kapitän bestimmt wird. Ein Team kann nur gewinnen, indem es entweder den gegnerischen Kapitän oder beide anderen Gegner besiegt. Verschiedene Tag-Regeln sind möglich; so wird z. B. häufig ein Wrestler, der den Ring verlässt oder hinausgeworfen wird im fliegenden Wechsel durch einen seiner Partner ersetzt. Diese Regel wird als Scramble bezeichnet und kam auch bei Ring Of Honor bereits zum Einsatz.

Ansetzungen nach Spezialregeln Bearbeiten

Beat the Clock-Challenge Bearbeiten

Bei einer Beat The Clock-Challenge werden mehrere Matches zwischen verschiedenen Wrestlern (z.T. auch unter weiteren Spezialregeln wie im Stahlkäfig) aneinander gereiht Im ersten Match beginnt eine Stoppuhr zu laufen und nimmt die Zeit bis zum Cover oder der Aufgabe ab. In den nächsten Matches innerhalb der Beat The Clock-Challenge muss diese Zeit nun unterboten werden, um zum Herausforderer zu werden. Läuft die Stoppuhr rückwärts bis null herunter, ist das Match mit einem "No Contest" beendet und beide Herausforderer scheiden aus. Schlägt ein Wrestler die vorgegebene Zeit, muss im nächsten Match nun diese Zeit geschlagen werden. Eine Beat The Clock-Challenge wird meistens vor Großveranstaltungen angesetzt, um einen Startplatz oder ein Match um einen Titel zu vergeben.

Blindfold Bearbeiten

Bei dieser Match-Art treten ein oder auch beide Wrestler mit verbundenen Augen an. Oft wird das Publikum durch den beliebten Wrestler miteinbezogen, um die Position des Kontrahenten an Hand von Armbewegungen zu bestimmen.

Buried Alive Bearbeiten

Um dieses Match zu gewinnen, muss der Kontrahent in eine Graböffnung befördert und diese zugeschaufelt werden. Diese Variante wurde für den Undertaker eingeführt. Im Anschluss an das Match entkommt der „lebendig Begrabene“ Verlierer mittels einer für das Publikum verborgenen Geheimtür aus seinem Grab.

Career-Threatening-Match / Career-Ending-Match Bearbeiten

Eine Steigerung des Loser-Leaves-Town-Matches, bei dem der Verlierer seine aktive Karriere vollständig und meist auch ligenunabhängig beenden muss. Wird häufig genutzt, um das tatsächlich geplante Ende der Laufbahn eines Wrestlers zu erklären.

Falls Count Anywhere Bearbeiten

Hierbei handelt es sich um eine Zusatzregel, nach der es möglich ist, den Gegner überall in- und außerhalb der Halle pinnen zu können.Ebenso ist abklopfen (bzw. Aufgeben) möglich.

First Blood Bearbeiten

Ziel dieser Matchart ist es, dem Gegner eine Platz- oder Schnittwunde zuzufügen. Derjenige, der zuerst sichtbar blutet, hat das Match verloren. Allerdings können diese Matches auch anders ausgehen als geplant, indem der als Sieger gebookte (vorgesehene) Wrestler ungeplant zuerst blutet. In diesem Fall bladet (blutet absichtlich durch einen vorher zugefügten und verklebten Schnitt) entweder der gebookte Verlierer, so dass er stärker blutet, oder das Match wird mit dem anderen als Sieger beendet.

Fulfill Your Fantasy Bearbeiten

In diesem Match treten Diven in anregenden Outfits gegeneinander an. Im Ring steht ein Bett und es liegen Kissen zum Match bereit, wobei es meist keine eindeutige Regel zum ermitteln der Siegerin gibt. Wird auch Pillow Fight oder Playboy Pillow Fight genannt.

Hardcore-Wrestling Bearbeiten

Hardcore-Wrestling ist eine Sonderform des modernen Wrestling, bei der besonderer Wert auf die explizite Darstellung roher und besonders blutiger Gewalt gelegt wird. Es ist vielfach bei Hardcore-Matches üblich, verschiedene Waffen zu verwenden. Das Hardcore-Wrestling entstand Ende der 1980er Jahre als Antwort auf die damals populären Extrem-Sportarten, die ab Ende der 1980er bis Mitte der 1990er Jahre betrieben wurden.

Vorläufer waren unter anderem die „Street Fights“ und „Death-Matches“ der National Wrestling Association und der National Wrestling Alliance, die diese zwischen den 1930er und 1990er Jahren veranstalteten. Im Gegensatz zum heutigen Hardcore-Wrestling der Independent- oder japanischen Ligen wurde bei diesen Promotionen stets auf eine gewisse Sicherheit der Akteure geachtet.

Bei den ersten regulär angesetzten Hardcore-Matches, ab 1989 in der japanischen Liga Frontier Martial Arts Wrestling, kam einer der Kontrahenten in der Regel mit einer Mülltonne zum Ring. In dieser Mülltonne war dann das sogenannte „Garbage“ (dt. Müll) aufbewahrt. Damit waren die erlaubten Gegenstände gemeint, die nun als Waffen in diesem Match eingesetzt werden durften. Eine andere Variante war, dass die Mülltonne bereits im Ring war, als beide Gegner diesen betraten. Bevor es den Begriff des „Hardcore-Wrestling“ gab, wurde diese Wrestling-Variante auch als „Garbage-Wrestling“ bezeichnet.

Diese Matchart wurde dann von der japanischen Wrestling-Promotion Big Japan in den frühen 1990er Jahren weiter entwickelt und etwas später von der damaligen ECW in den Vereinigten Staaten populär gemacht. In Japan galt bei diesen Matches die Formel: So viel Blut wie möglich und es wurden auch schwerste Verletzungen der Akteure von den Promotionen billigend in Kauf genommen.

Die verschiedenen Ansetzungen des heutigen Hardcore-Wrestlings sind allesamt aus dem Garbage-Stil des Wrestling weiter entwickelt und zeichnen sich heute vor allem durch den Verzicht auf Auszählen und Disqualifikationsregeln aus. So gibt es keine örtliche Beschränkung des Matches, sodass sich dieses sogar nach außerhalb der Halle, auf die Straße verlagern kann. Der Einsatz von Waffen ist für diese Match-Art praktisch obligatorisch.

Die ehemalige Wrestling-Promotion Extreme Championship Wrestling veranstaltete ihre Matches größtenteils unter den Hardcore-Regeln. Da diese dort quasi an der Tagesordnung waren, musste ihr Publikum auf eine andere Weise befriedigt werden. Die ECW führte die FTW Rules ein, indem sie den Wrestler Taz seinen eigenen Titel und die dazugehörigen Regeln erschaffen ließ. ECW-Matches unter FTW Rules stehen zwischen den eigentlichen Hardcore-Matches und den Death-Matches anderer Ligen. Sie waren zwar ähnlich brutal aufgebaut und hatten offiziell keinerlei Regeln, doch achtete die ECW stets auf eine gewisse Sicherheit ihrer Wrestler. Die alte ECW verfuhr nach dem Motto: So viel Blut, aber so wenig Verletzungen wie möglich. Reale Schwerstverletzungen waren in der ECW sehr selten und alle bekannten schweren Verletzungen in der ECW waren echte (uneingeplante) Unfälle.

Die ehemalige Promotion World Championship Wrestling bezeichnete ihre Hardcore-Matches meist als Raven's Rules Matches, womit der von Raven ausgearbeiteten Storyline entsprochen wurde, dass dessen WCW-Matches immer nach ECW-Regeln geführt würden. Zuvor wurden in der WCW sogenannte Street-Fights geführt, die sich stark am ECW-Stil orientierten. Etwas später wurde von der WCW auch ein eigenständiger WCW-Hardcore-Titel eingeführt. Allerdings waren diese Matches dort aufgrund der strikten No-Blood-Policy und der Tatsache, dass man sich als familienfreundliches Produkt verstand wesentlich weniger brutal und es wurde komplett auf den (absichtlichen) Einsatz von Blut verzichtet.

Beim Wrestling-Marktführer World Wrestling Entertainment wird die Bezeichnung Hardcore-Match am häufigsten benutzt. Zudem existieren dort zahlreiche Synonyme wie Street-Fight, Extreme-Rules-Match, No-Holds-Barred-Match oder ECW-Rules-Match, bei diesen darf man aber nur im Ring pinnen oder aufgeben.

Noch weiter gehen die sogenannten Death- und Ultraviolent-Matches, die sich wiederum aus dem Hardcore-Stil weiter entwickelt haben und bei dem noch obskurere Waffen, Steigerungs- und Verletzungsmöglichkeiten auftreten können. Eine Variante des Death- und auch des Ultraviolent-Matches besteht darin, dass die Fans vor Beginn der Wrestlingveranstaltung Gegenstände aller Art mitbringen dürfen, die dann von den entsprechenden Wrestlern im angesetzten Death-Match als Waffen eingesetzt werden (Fans bring the Weapons Death Match). Diese Art Matches werden heute hauptsächlich nur noch in kleineren unabhängigen, zumeist japanischen Ligen, der CZW und der IWA ausgetragen, da sich die großen Promotionen WWE, Total Nonstop Action Wrestling und Ring of Honor solche Verletzungsrisiken, wie sie beispielsweise von brennendem Stacheldraht, elektrisierten Leuchtstoffröhren oder Zementblöcken entstehen können, nicht leisten wollen und können.

Die Verbände der National Wrestling Alliance richten selbst kaum noch Hardcore-Matches aus. Vielmehr beteiligen sich ihre Wrestler, die sich ihrer Storyline dem Hardcore-Wrestling verschrieben haben, an den verschiedenen Deathmatch-Turnieren der US-amerikanischen Independent-Szene.

Heutige Hardcore-, Death- und Ultraviolent-Matches werden vielfach mit dem Barbed-Wire-Match kombiniert.

Bekannte Wrestler, die sich fast ausschließlich mit solchen Matches einen Namen gemacht haben, sind Abdullah the Butcher, Thumbtack Jack, Necro Butcher oder Cactus Jack.

Survivor Series Ausscheidungs Match Bearbeiten

Diese Matchart wird nur in der WWE ausgeführt. Bei dieser Matchart treten Teams von bis zu je 6 Wrestlern gegeneinander an. Das Ziel ist es, das gegnerische Team zu ,,eliminieren", das heißt, alle Mitglieder des gegnerischen Teams durch Pin, Aufgabe, Disqualifikation oder Auszählen zum Ausscheiden zu zwingen. Gewonnen hat das Team, welches zu erst alle gegnerischen Teammitglieder eliminiert hat.

Inferno Bearbeiten

Bei dieser Variante des Wrestlings befinden sich im Normalfall zwei Kontrahenten im Ring. Der Ring ist rundherum um sie angezündet. Das Match kann nur gewonnen werden, indem man seinen Gegner in Brand setzt. Um sich zu schützen, tragen die Teilnehmer in der Regel feuerfeste Kleidung, was aber für den normalen Zuschauer nicht ersichtlich ist.Pinfall, Submission oder Disqualifikationen gibt es hier (üblicherweise) nicht. Das Inferno-Match wurde in der WWE für Kane bei Unforgiven 1998 eingeführt, der auch alle bisherigen Matches dieser Art bestritt. Diese Matchart kommt jedoch kaum in der WWE vor, das bisher (Stand September 2013) letzte fand bei der Großveranstaltung Summerslam zwischen Kane und Bray Wyatt als Ring Of Fire-Match statt, allerdings konnte dieses Match auch durch Pinfall oder Submission gewonnen werden.

Iron Man Bearbeiten

Bei dieser Match-Variante wird im Voraus eine bestimmte Zeitspanne festgelegt, in der das entsprechende Match ausgetragen wird (in der WWE meist 30 oder 60 Minuten). Sieger ist, wer nach Ablauf dieser Zeitspanne die meisten Siege erringen konnte (gewertet werden Pinfalls, Aufgaben, Count outs und Disqualifikationen). Bei einem Unentschieden nach Ablauf der Zeit wird oft eine Verlängerung nach den Regeln des Sudden Death angesetzt; es entscheidet dann also, wie in einem normalen Match der erste Sieg. Ein Iron Man Match stellt hohe Anforderungen an die Kontrahenten, da sie in dieser Variante die Zuschauer über einen ungewöhnlich langen Zeitraum unterhalten müssen, ohne sich im Ring merkliche Ruhepausen zu gönnen.
Eine spezielle Variante ist das Ultimate Submission Match, bei dem nur durch Aufgabe Punkte erzielt werden können.

Item on a Pole Bearbeiten

Bei diesem Match ist an der Ringecke ein hoher Pfosten befestigt, an dem ein Gegenstand, des Öfteren eine Waffe, hängt. Das Ziel ist es, den Gegenstand als erster herunterzuholen.

Last Man Standing Bearbeiten

Auch mitunter als Texas Deathmatch bezeichnet, geht es bei dieser Match-Art darum, den Gegner soweit zu schwächen, dass er am Boden liegt und im Stile des Boxens vom Ringrichter bis 10 ausgezählt wird. Des Weiteren wird in diesen Matches auf Disqualifikation verzichtet; üblicherweise werden Matches dieser Art sehr brutal dargestellt, um den knock out glaubwürdig erscheinen zu lassen. Eine recht verbreitete Variation besteht darin, dass der Gegner zuerst gepinnt werden muss, bevor der Ringrichter ihn anzählt.

Loser Leaves Town Bearbeiten

Auch als Loser Leaves Company und anderen Namen bekannt. Der Verlierer des Matches steigt aus der Liga/aus dem Kader aus; ein Brauch aus den alten Zeiten, als Wrestling eine Jahrmarktsattraktion war und es der Attraktivität des jeweiligen Vermarkters diente, seine Darsteller auszusortieren und durch neue zu ersetzen. Heutzutage dient es eher zur Rechtfertigung einer Pause (zum Kurieren einer Verletzung, aus familiären Gründen, etc.) des unterlegenen Wrestlers, der zu einem späteren Zeitpunkt wieder in die Liga einsteigt.

Luchas de Apuestas Bearbeiten

Bei den in Mexiko etablierten Luchas de Apuestas (span. Kämpfe um Einsätze) kann es sich um viele verschiedene Match-Arten handeln, die sich jedoch dadurch auszeichnen, dass die Kontrahenten etwas bestimmtes aufs Spiel setzen. Im nordamerikanischen Wrestling ist dabei das Hair vs. Hair-Match am weitesten verbreitet. In diesem Fall muss sich der Verlierer des Matches die Haare komplett abschneiden lassen. In Mexiko stehen häufig die Masken der Wrestler auf dem Spiel – eine Demaskierung in einem Mask vs. Mask Match bedeutet im Lucha Libre quasi den Verlust der Ehre. Normalerweise darf ein Wrestler, der seine Maske in einem solchen Match verlor, nie wieder maskiert auftreten. Doch kommerzielle Interessen sorgten hier bereits für Ausnahmen – so darf Rey Mysterio außerhalb Mexikos seine Maske nach wie vor tragen, obwohl er sie einst in einem Hair vs. Mask-Match in der WCW an Kevin Nash verlor.

Lumberjack Bearbeiten

Ein Lumberjack Match (dt. Holzfäller-Match) ist ein Single-Match mit der Besonderheit, dass um den Ring weitere Wrestler postiert sind. Dabei kann es sich um Freunde der jeweiligen aktiven Kontrahenten oder um eine einseitige Zusammensetzung (meistens komplett aus Heels, den Bösewichter der Liga, bestehend) handeln. Verlässt ein Wrestler den Ring, wird er von den ihm feindlich gesinnten Lumberjacks attackiert, die häufig versuchen, ihm (insofern es sich nicht um ein Titelmatch handelt) durch count out den Sieg zu kosten. Die Lumberjacks dürfen den Ring selbst nicht betreten.

Lumberjill Bearbeiten

Weibliche Variante des Lumberjack-Matches.

Mixed Tag Team Bearbeiten

Die beiden Teams bestehen meistens aus je einem männlichen und einem weiblichen Kontrahenten, wobei stets nur Wrestler des gleichen Geschlechts gegeneinander antreten dürfen, d. h. wenn ein Team einen Tag ausführt, sind auch die Gegner zum Wechseln gezwungen. Mitunter treten in solchen Matches auch zwergwüchsige Wrestler (Midgets) anstelle der Wrestlerinnen auf, dürfen dann allerdings auch gegen eventuelle weibliche Gegner antreten.

Strip Bearbeiten

In solchen Matches besteht das Ziel darin, den Gegner teilweise zu entkleiden. Da dabei kaum wrestlerische Fähigkeiten zum Einsatz kommen, treten meistens untrainierte Manager oder Valets an, obwohl heutzutage auch trainierte Wrestlerinnen Matches dieser Art bestreiten. In der WWE ist das Bra and Panties Match am verbreitetsten, bei dem die ausschließlich weiblichen Kontrahenten ihre Gegnerin bis auf die Unterwäsche ausziehen müssen. Bei den ausschließlich in extremeren Ligen verbreiteten Buck Naked Match muss die Gegnerin hingegen komplett entkleidet werden. Insbesondere in den 1980-ern und frühen 1990-ern bestritten männliche Manager und sonstige Nicht-Wrestler häufig Tuxedo Matches, in welchen der Smoking des Gegners ausgezogen werden musste.

Submission Counts Anywhere Bearbeiten

Diese Match-Art entspricht den Regeln nach dem Falls Count Anywhere Match, außer dass dieses Match durch Submission entschieden werden muss.

Three Stages of Hell Bearbeiten

Bei dieser Match-Art werden maximal drei unterschiedliche Solo-Wrestling-Stilarten, wie Beispielsweise die Komibation I quit-Lucha libre-Street fight, hintereinander ausgetragen. Gewonnen hat, wer als erster zwei der drei Matches für sich entschieden hat. Meist werden Matches mit besonderen Bedingungen ausgewählt (Stahlkäfig, keine Disqualifikation etc.), um es für das Publikum interessanter zu gestalten.

Tornado Tag Team Bearbeiten

In dieser Variation nehmen beide Wrestler der Teams aktiv am Match teil, sodass der namensgebende Tag entfällt. Auch hier endet das Match grundsätzlich nach dem ersten regelkonformen Ausschalten eines Kontrahenten.

Ansetzungen mit speziellen Hilfsmitteln bzw. Waffen Bearbeiten

Ambulance Bearbeiten

Hierbei besteht das Ziel darin, den Gegner ins Innere eines am Halleneingang stehenden Krankenwagens zu verfrachten und beide Ladetüren zu schließen. Häufig werden bei dieser Match-Art auch die Regeln eines Hardcore-Matches verwendet.

Last Ride Bearbeiten

Eine Variante des Ambulance Match ist das Last Ride Match, bei dem der Kranken- durch einen Leichenwagen ersetzt wird. Das Last Ride Match wurde für den Undertaker entwickelt und auf diesen zugeschnitten.

Barbed Wire Match Bearbeiten

Bei einem Barbed-Wire-Match werden die Ringseile mit Stacheldraht umwickelt. Diese ersten Matches dieser Art wurden Anfang der 1930er Jahre von der damaligen National Wrestling Association eingeführt und vor allem bei Jahrmarktveranstaltungen durchgeführt. Weiterentwickelt wurde diese Matchart von der National Wrestling Alliance, die sie in der Zeit zwischen 1948 und den 1970er Jahren veranstaltete, um dem Publikum eine besondere Spannung darzubieten. Dabei ging es vielfach um den Gewinn hoher Geldbeträge. Auch in der heutigen WWE waren Barbed-Wire-Matches bis in die 1980er Jahre verbreitet. Allerdings war in den größeren Ligen der Stacheldraht häufig präpariert oder sogar nur aus Hartgummi (sogenannter Gimmick Wire), um schwere Verletzungen zu verhindern. Heute werden in der WWE keine reinen Barbed-Wire-Matches mehr veranstaltet. Heutige Barbed-Wire-Matches entsprechen den Regeln nach üblicherweise einem Hardcore-Match. Sie werden hauptsächlich in den kleinen Independent-Ligen, wie der CZW und der IWA veranstaltet. Total Nonstop Action Wrestling veranstaltete nur Barbed-Wire-Matches, als sie Sabu unter Vertrag hatte und die den Namen „Barbed Wire Massacres“ trugen.

In Japan laufen diese Barbed-Wire-Matches teilweise etwas härter ab: Dort wird vielfach der Stacheldraht, der nun die Ringseile ersetzt (No-Ropes-Barbed-Wire-Match), unter Strom gesetzt oder mit Sprengkapseln ausgestattet. Bei Barbed-Wire-Matches liegen häufig zusätzlich mit Stacheldraht bedeckte Holzbretter (barbed wire boards) oder mit Stacheldraht umwickelte Stühle (barbed wire chairs) neben dem Ring.

Eine Variante des Barbed-Wire-Matches ist das sogenannte Barbed- and Razor-Wire-Match, bei dem zusätzlich noch sogenannter NATO-Draht (engl. Razor-Wire; eine Art Stacheldraht, bei dem die normalen Dornen durch geschärfte Rasierklingenähnliche Metallstreifen ersetzt sind) verwendet wird.

Bull Rope Bearbeiten

Bei dieser Match-Art sind die beiden Wrestler mit einem Seil an den Handgelenken gefesselt, so das keiner der beiden fliehen kann. Dieses Seil, an dem zumeist noch eine Kuhglocke hängt, kann in dem Match nach Belieben eingesetzt werden. Neben den üblichen Regeln kann das Ziel des Matches auch darin bestehen, alle vier Ringpfosten zu berühren, ohne vom Gegner daran gehindert zu werden. Es existieren zahlreiche Synonyme, die sich häufig nach dem verwendeten Fesselwerkzeug richten, z. B. Dog Collar Match, Indian Strap Match, Caribbean Strap Match oder Texas Bull Rope Match .

Steel Cage Bearbeiten

Bei einem Cage-Match (dt. Käfig-Match ) wird direkt um die Ringpfosten ein Käfig aus Maschendraht oder Eisenstangen aufgebaut. Der Käfig ist oben offen und es gewinnt der Wrestler, der es als erster schafft, ihn zu verlassen. Häufig gibt es zu diesem Zweck auch eine Tür auf einer Seite des Käfigs, die auf Anweisung eines Kontrahenten von bereitstehenden Ringrichtern geöffnet wird. Eher üblich ist die Möglichkeit, einen solchen Matches auch durch Pin oder Aufgabe entscheiden zu können. Es gibt auch extremere Variationen, bei denen der Käfig beispielsweise mit Stacheldraht umwickelt ist.

Punjabi Prison Bearbeiten

Diese Sonderform des Käfig-Matches wurde in der WWE für den Inder The Great Khali eingeführt. Der Ring ist von zwei großen Bambuskonstrukten, die 16 und 20 Fuß (5,3 m bzw. 6,6 m) hoch sind, umgeben. Der innere Käfig hat vier Türen, die jeweils nur 60 Sekunden bei Aufforderung geöffnet werden. Anschließend bleiben sie den Rest des Kampfes geschlossen. Der äußere Käfig hat jedoch keine Türen. Die Spitzen des zweiten Käfigs sind mit spitzen Bambusstangen gespickt. Der Sieger des Matches ist derjenige, der es schafft, aus beiden Käfigen zu entkommen. Bisher gab es in der WWE jedoch nur 2 Matches dieser Art.

Kennel From Hell-Match Bearbeiten

In dieser Variante wird ein zweiter, größerer Käfig um den ersten herum gebaut, sodass ein Zwischenraum entsteht (in etwa der Abstand zwischen Ring und Publikumsabsperrung), in welchen vermeintlich bissige Hunde gesperrt werden. Ziel des Matches ist es, den äußeren Käfig zu verlassen, ohne dabei von den Hunden angefallen zu werden. Dieses Match fand bisher nur ein einziges Mal bei WWE während der Großveranstaltung Unforgiven 1999 statt, wobei sich Al Snow und der Big Boss Man um die WWF Hardcore-Championship gegenüber standen. Das Match geriet zum Fiasko, da die Hunde die Wrestler nicht beachteten und sich entweder gegenseitig anbellten oder friedlich auf dem Boden lagen und einer von ihnen gar auf den Boden urinierte.

Chamber of Horrors Bearbeiten

Diese Matchart fand ebenfalls nur ein einziges Mal statt, und zwar beim WCW Halloween Havoc 1991.Zwei Teams aus je vier Wrestlern traten unter Hardcore-Regeln gegeneinander an und hatten das Ziel, einen der Gegner in einen im Ring aufgebauten Elektrischen Stuhl zu setzen und ihm durch Betätigung eines Hebels einen elektrischen Schlag zu versetzen. Der Käfig selbst war dabei mit dem Anlass entsprechend mit Spinnennetzen, Gummi-Fledermäusen etc. geschmückt. Auch dieses Match wurde im Nachhinein aufgrund seines hohen Trash-Faktors negativ aufgenommen, genießt jedoch auch gerade deswegen heutzutage bei vielen Fans einen gewissen Kultstatus.

Triple-Cage-Match Bearbeiten

Bei dieser Variation werden drei Käfige übereinander gestellt, wobei jeder Käfig kleiner ist als der unter ihm befindliche. Gewonnen werden kann entweder durch Erreichen des obersten Käfigs, in dem sich je nach Regel auch ein zu erreichender Gegenstand befindet, oder durch Erreichen der untersten Ebene und Flucht aus dem Käfig.

War Games-Match Bearbeiten

In dieser von Dusty Rhodes erdachten Matchart stehen zwei Ringe direkt nebeneinander und sind dabei von einem Käfig umschlossen. Zwei oder mehr Teams von je vier oder fünf Mitgliedern treten gegeneinander unter Ausscheidungsregeln an, wobei zuerst je ein Wrestler aus jedem Team beginnt. Alle weiteren Teilnehmer stoßen in zuvor festgelegten Zeitabständen dazu, wobei die Reihenfolge jeweils per Zufall entschieden wird. Dies kann z.B. zu einer Übermachtsituation von drei gegen einen führen. Die anderen Wrestler dürfen die Halle erst dann betreten, wenn sie an der Reihe sind. Sieger ist das Team, welches zuerst alle gegnerischen Teammitglieder eliminiert hat.

Casket-Match Bearbeiten

Casket Bearbeiten

Ziel beim Casket Match ist es, den Gegner in einen bereitgestellten Sarg zu befördern und diesen selbst zu verschließen. Das Caskest Match wurde auf den Undertaker zugeschnitten, dessen Gimmick bestens zu dieser morbiden Matchart passt.
Diese Form sollte nicht mit dem Coffin Match (engl. ebenfalls Sargmatch) verwechselt werden; dieses wird nämlich durch Pin oder Aufgabe entschieden, wobei der Verlierer erst nach dem Match in einen Sarg befördert wird.

Container Bearbeiten

In einem Match dieser Art gibt es ein bestimmtes Behältnis, in das der Gegner befördert werden muss, oder aber einen Gegenstand, an dem der Gegner gefesselt o. Ä. wird. Sonstige Regeln sind normalerweise außer Kraft gesetzt. Die Bezeichnung Container Match kommt selbst praktisch nie vor; statt dessen nimmt das Match den Namen des entsprechenden Behältnisses an. Neben den nachfolgend aufgeführten Varianten gibt es viele weitere Container Matches, die beispielsweise Zwangsjacken (Straitjacket Match) oder Handschellen (Handcuff Match) verwenden.

Elimination Chamber Bearbeiten

Bei dieser nur in der WWE vorkommenden Match-Art ist eine einzigartige zylinderförmige Käfigkonstruktion um den Ring gebaut. Zusätzlich wird der innerhalb des Käfigs liegende Boden aufgestuft, damit er mit dem Ring auf gleicher Höhe ist. Es nehmen insgesamt sechs Wrestler teil, wobei zwei davon das Match im Ring beginnen und die vier übrigen in kleinen Plexiglas-Kammern hinter den Ringpfosten postiert sind und nacheinander im Abstand von jeweils vier bis fünf Minuten zum laufenden Match hinzustoßen. Wer gepinnt wird oder aufgibt, scheidet aus dem Match aus. Manchmal wird in Vorausscheidungs-Matches bereits ermittelt, wer das Match beginnt und wer zuletzt teilnimmt.

Hell in a Cell Bearbeiten

Diese Variante wurde 1997 erstmals von der WWE eingesetzt, wurde jedoch nicht von dieser Liga erfunden. Der Ring wird von einem Maschendrahtkäfig umschlossen, doch im Gegensatz zum üblichen Cage Match hat sein Grundriss einen größeren Umfang, sodass neben dem Ring auf jeder Seite noch ungefähr ein Meter Platz ist. Zudem ist das Konstrukt oben geschlossen, folglich ist eine Flucht aus dem Käfig theoretisch nicht vorgesehen. Das Match wird durch Pin oder Aufgabe entschieden. Da im Hell in a Cell stets Waffen (sowie der Maschendraht des Käfigs selbst) eingesetzt werden und sich die Matches häufig auf das Dach der Konstruktion verlagern, gilt diese Variante als einer der gefährlichsten.

Ladder Bearbeiten

In einem Leiter-Match stehen zumeist Championtitel oder andere wichtige Gegenstände (z.B. Verträge oder Geldbeträge) auf dem Spiel. Hierbei hängen der Titelgürtel oder ein sonstiger Gegenstand unter der Hallendecke – an einer Kette oder einem Seil befestigt – und sind nur mit einer Leiter zu erreichen. Die Leiter wird hierbei zum Schlüssel des Matches, oft werden von ihr herab beeindruckende Sprungattacken ausgeführt, oder sie wird als Schlagwaffe gebraucht. Steigt ein Wrestler auf die Leiter, versuchen die anderen Teilnehmer ihm die Leiter unter den Füßen wegzuziehen oder zu -treten, was regelmäßig zu spektakulären Stürzen führt. Ansonsten gibt es keinerlei Pinfalls, Submissions oder Disqualifikationen. In der ECW waren die Regeln für ein Leiter-Match etwas anders. Dort war die Leiter als legitime Waffe im Ring aufgebaut, der Sieger wurde durch Pinfall oder Aufgabe bestimmt.

Die WWE etablierte bei WrestleMania XXI einen als Money in the Bank Match bezeichnetes Leiter-Match als neuen jährlichen Bestandteil der Großveranstaltung. Es treten bis zu 8 Kontrahenten an; an der Hallendecke ist ein Koffer befestigt, dessen Besitz den Sieger laut Storyline zu einem Titelmatch gegen einen beliebigen Titelträger der jeweiligen Liga berechtigt. Der Zeitpunkt ist auf die folgenden zwölf Monate eingeschränkt, kann ansonsten vom Sieger allerdings frei gewählt werden.

Stretcher Bearbeiten

Ziel dieses Matches ist es, einen Wrestler im Verlauf der Storyline so weit zu schwächen, dass er das Match nicht mehr weiterführen kann. Der Kontrahent legt den „geschwächten“ bzw. „bewußtlosen“ Wrestler auf eine bereitstehende Trage und muss diesen dann über einen markierten Bereich der Arena schieben. Die Überquerung dieser Markierung bedeuten die Niederlage für den auf der Trage liegenden Wrestler.

Das erste Match dieser Art bestritten Rob Van Dam und Sabu in der ECW.

Tables Bearbeiten

Es steht eine Vielzahl an Tischen im und um den Ring bereit. Das Ziel des Matches ist es, den Gegner durch einen Tisch zu befördern, sodass dieser zerbricht. Meistens werden Tables Matches unter Hardcore-Regeln ausgetragen, wobei dies nicht zwingend ist – der legale Waffeneinsatz kann sich auch auf die Tische beschränken, während andere Gegenstände zur Disqualifikation führen.
In der ECW gab es das Flaming Tables Match, in dem die Oberfläche des Tisches erst entzündet werden musste, bevor man den Gegner hindurchbefördern und somit den Sieg erringen durfte.

Tables, Ladders and Chairs Bearbeiten

Wie der Name bereits impliziert, dreht sich ein TLC Match um Tische, Leitern und Stühle. Etliche dieser Gegenstände sind am Ring platziert und werden als Waffen eingesetzt. Das Ziel des Matches ist variabel, so kann es als Ladder Match mit einer über dem Ring hängenden Trophäe oder als normales Match mit einer Entscheidung durch Pin oder Aufgabe ausgetragen werden, wobei erstgenannte Variante häufiger ist. Die Teilnehmerzahl ist nicht festgelegt. Das TLC Match ist eine, zumindest in der WWE, relativ selten vorkommende Matchart.
TNA übernahm 2005 das Prinzip des Matches und veranstaltete erstmals das sogenannte Full Metal Mayhem. Dabei handelt es sich eigentlich um ein Ladder Match ohne Disqualifikation, das aber als TLC Match anerkannt wird, da bereits vor dem Match die namensgebenden Gegenstände bereitgestellt werden. Auch die ehemalige Promotion Extreme Championship Wrestling veranstaltete Matches dieser Art, fügte teilweise allerdings noch Singapore Canes zu den vorgesehenen Waffen hinzu.

Weblinks Bearbeiten

Quelle: Artikel (Wikipedia)
Autoren: Versionen
Lizenz: GFDL, CC-by-sa 3.0

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